Absage! Jetzt trifft's den Deutschen Kammermusikurs "Jugend musiziert"

Der Deutsche Kammermusikkurs "Jugend musiziert" zählt zu den traditionsreichen Angeboten unter dem Dach des Deutschen Musikrates. Seit 1964 laden die Veranstalter Jahr für Jahr erfolgreiche Musiker*innen ein, die zuvor im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" durch eine außergewöhnliche Leistung auf sich aufmerksam gemacht hatten. Das Corona-Virus SARS-CoV-2 hatte bereits dazu geführt, dass der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2020 abgesagt werden musste. Nun führt die gesundheitliche Fürsorgepflicht auch zur Absage des Deutschen Kammermusikkurses.

Seit mehreren Jahren ist die Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen Gastgeberin und Heimstatt für rund 50 herausragende Nachwuchsmusiker*innen. Der Kurs erstreckt sich über elf Tage mit intensiver musikalischer Probenarbeit. Sechs international renommierte Musikprofis unterrichten die jungen Musiker*innen, gewähren Einblicke in ihren reichen Erfahrungsschatz und eröffnen dem musikalischen Nachwuchs neue Perspektiven.

Die epidemische Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 hatte bereits dazu geführt, dass der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2020 abgesagt werden musste. Am 15. Juni haben nun alle in der Verantwortung stehenden Personen im Deutschen Musikrat und der Arbeitsgruppe Kammermusikkurs nach intensiver Beratung entschieden, den Deutschen Kammermusikkurs „Jugend musiziert“ 2020 abzusagen. Denn der Deutsche Kammermusikkurs lebt nicht nur von den Kurseinheiten unter der Leitung namhafter Dozenten, sondern vom intensiven Austausch, der zwanglosen Begegnung der Musiker*innen und Dozent*innen untereinander und der Präsentation der einstudierten Werke in öffentlichen Konzerten.

Der Deutsche Musikrat und mit ihm alle für die inhaltliche Planung und Durchführung des Deutschen Kammermusikkurses "Jugend musiziert" betrauten Personen bedauern die Absage außerordentlich. Die Fürsorgepflicht und die Verantwortung für die Gesundheit aller Kursteilnehmer*innen, Dozent*innen und Gästen und nicht zuletzt die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ließen jedoch leider keine andere Entscheidung zu.

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