Auf Entdeckungsreise zur Musik der Zukunft

Glückliche Gewinner beim Wettbewerbsfestival WESPE in Lübeck

Mit einem gut besuchten Abschlusskonzert und 49 glücklichen Gewinnern endete das Wettbewerbsfestival WESPE 2018 am Samstag, 22. September, in Lübeck. Über zwei Wettbewerbstage hatten sich in der Musikhochschule Lübeck rund 100 Bundespreisträgerinnen und -preisträger "Jugend musiziert" aus dem gesamten Bundesgebiet mit ihren Musikbeiträgen beim Wettbewerbsfestival WESPE um attraktive Geldpreise im Gesamtwert von rund 20.000 Euro beworben.

Wer die Einladung zu WESPE erhalten hatte, war bereits im vorangehenden Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" mit einem Bundespreis ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung in der Tasche, die für ein hohes musikalisch-technisches Niveau vergeben worden war, ermutigt WESPE die Teilnehmer*innen seit mehr als einem Jahrzehnt zur Auseinandersetzung mit Unbekanntem und zum Wagnis des Neuen.

So auch der Tenor in der Begrüßung von Prof. Ulrich Rademacher, dem Vorsitzenden von "Jugend musiziert" beim Abschlusskonzert: „WESPE steht für die Suche nach der Musik der Zukunft, sie ist das Kreativzentrum von "Jugend musiziert". Die Musikerinnen und Musiker präsentieren dem Publikum hier die Antwort auf die Frage, wohin die Reise der Musik geht, auch ohne die Anleitung durch Erwachsene. WESPE wirbt für den mündigen Interpreten, der sich nicht einem Markttrend oder einem vorherrschenden Publikumsgeschmack anpasst. Zugleich werden hierdurch Tugenden wie Toleranz, Aufgeschlossenheit gegenüber der Vielfalt von Kunst und Leben entwickelt. Und, damit verbunden, die Selbsterkenntnis, dass gute handwerkliche Fertigkeiten kein Ziel an sich sein sollten, sondern stets im Dienst einer höheren künstlerischen, und damit auch sozialen Idee stehen müssen. Die Teilnehmer sollen mit offenen Augen durch die Welt gehen, in der wir leben, sich mit deren geistigen Strömungen befassen und selbst am kulturellen Diskurs mitwirken.“

In der Kategorie „Eigenes Werk“ wurden 4 von insgesamt 9 Beiträgen ausgezeichnet, in der Kategorie „Zeitgenössisches Werk“ 5 von 15, bei „Werk der Klassischen Moderne“ erhielten 11 von 16 Beiträgen einen Sonderpreis, in der Kategorie „Für Jugend musiziert komponiertes Werk“ wurden 3 von 4 Beiträgen prämiert,, bei „Werk einer Komponistin“ 3 von 14, in der Kategorie „Werk der Verfemten Musik“ konnte die Jury 3 von 6 Beiträgen auszeichnen und in der jüngsten der WESPE-Kategorien, in „Orgel-Improvisation“ erhielten 2 von 5 Interpreten einen Sonderpreis. Die vollständige Liste aller WESPE-Preisträger zum Download als pdf

Besonderer Dank gilt den preisstiftenden Institutionen: dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bertolt Hummel Stiftung, der Gesellschaft zur Verwerttung von Leistungsschutzrechten, der Harald-Genmzer-Stiftung, der Fondation Hindemith, der Irino-Foundation Tokyo, der Neuen Musik Zeitung, den Stadtwerken Schwerin, dem Verband deutscher Musikschulen und dem jüngsten Stifter, dem Klosterklangfestival Loccum, dessen Sonderpreis mit einem Engagement im Rahmen einer Orgelkonzertreihe verbunden ist. Die Sonderpreise der Stifter,die zwischen 1.500 Euro und 3.000 Euro liegen, sorgen für die besondere Attraktivität des Wettbewerbsfestivals.

Mit WESPE setzt "Jugend musiziert" seit nunmehr elf Jahren neue Initiativen und Schwerpunkte. Mehr als im Bundeswettbewerb geht es darum, das instrumentale Können in den Dienst der Musik zu stellen und sich noch nicht aufgeführten, weniger bekannten oder besonders schwierig zu interpretierenden Werken zu widmen. "Jugend musiziert" will produktive Neugierde und Kreativität fördern. Mit ihrer Teilnahme an WESPE beweisen die jungen Leute, dass sie bereit sind für ein musikalisches Abenteuer.

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