WESPE motiviert, fordert und inspiriert

Beim Wettbewerb WESPE in Münster konzertierten BundespreisträgerInnen

"Jugend musiziert" um hochdotierte Sonderpreise WESPE, der exklusive Wettbewerb, an dem sich ausschließlich 1. und 2. BundespreisträgerInnen "Jugend musiziert" beteiligen konnten, lud dieses Jahr vom 20. bis 22. September nach Münster ein. Rund 100 NachwuchsmusikerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet konzertierten in acht Kategorien um 26.000 Euro, ausgelobt von elf angesehenen Stiftungen. Am Samstagabend, 21. September, wurden die PreisträgerInnen in sieben WESPE-Kategorien bekannt gegeben. Traditionell folgte am Sonntagmorgen, 22, September, im Rahmen eines Matineekonzerts, die Bekanntgabe der PreisträgerInnen des „WDR 3 Klassikpreises der Stadt Münster“.

Rund 100 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker hatten sich den gleichermaßen unkonventionellen wie auch anspruchsvollen Bedingungen des Wettbewerbs WESPE unterzogen und stellten ihre jeweils beste Interpretation in acht Kategorien vor: Ob es um ein selbst komponiertes, ein zeitgenössisches oder speziell für "Jugend musiziert" komponiertes Werk ging, um das Werk einer Komponistin oder eines der Klassischen Moderne – die Jugendlichen aus allen Teilen der Bundesrepublik hatten sich als suchende, forschende, eigenständige, kreative MusikerInnen auf den Weg gemacht.

Von 65 Beiträgen, die, teils solistisch, teils im Ensemble, präsentiert wurden, wurden schließlich 31 Beiträge mit Geldpreisen ausgezeichnet. Neun davon waren im voll besetzten Oskar Romero-Saal des Franz Hitze-Hauses zu hören. Der Konzertabend bestand aus – frenetisch beklatschten – Konzertbeiträgen und Urkundenübergaben. 20.000 Euro waren insgesamt zu vergeben und einzelne Stifter ließen es sich nicht nehmen anzureisen, um „ihre“ PreisträgerInnen persönlich auszuzeichnen. Dazu gehörte Prof. Martin Hummel, Sohn des Komponisten Bertold Hummel, der in der Kategorie „Werk der Klassischen Moderne“ acht junge MusikerInnen mit insgesamt 2.500 Euro auszeichnete. Auch für die Stadt Schwerin überreichte Gilda Goldammer den Preis in der Kategorie „Werk der Verfemten Musik“ in Höhe von 2.000 Euro persönlich an die insgesamt sechs Ausgezeichneten. Weitere Preisstifter waren das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Harald-Genzmer-Stiftung, die Fondation Hindemith, die lrino-Foundation, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, die Neue Musikzeitung und der Verband deutscher Musikschulen.

Der traditionsreiche „Klassikpreis“, den die Stadt Münster und der WDR seit beinahe 30 Jahren für die „Beste Interpretation eines Werks der erweiterten Wiener Klassik“ ausloben und der ebenfalls im Rahmen von WESPE ausgespielt wurde, bot Interessierten am Sonntag, 22. September ein letztes Highlight im Großen Saal der Musikhochschule: Dort stellten sich die „Klassikpreisträger“ 2019 in einer Matinee noch einmal der Öffentlichkeit vor. In ihrem Grußwort begründete Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson das Förderengagement der Stadt mit der Erkenntnis, dass die Attraktivität einer Stadt durch Menschen gewinne, die das kulturelle Leben in ihr mitgestalten. Prof. Ulrich Rademacher, der Vorsitzende von "Jugend musiziert", dankte in seiner Begrüßung dem Westdeutschen Rundfunk mit seinem Programm WDR 3: „Die jahrzehntelange Partnerschaft von WDR 3 beim „Klassikpreis“ macht beispielhaft deutlich, wie sehr man in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten an die kreative und gestaltende Kraft der Jugend glaubt.“

WDR 3 sendet den Mitschnitt des Konzerts der „Klassikpreisträger 2019“ am 30. September, ab 20.04 Uhr.

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