Deutscher Kammermusikkurs "Jugend musiziert" 2019 - die Dozenten

Als Dozenten für den Deutschen Kammermusikkurs "Jugend musiziert" 2019 wurden Persönlichkeiten des internationalen Konzertlebens und ausgewiesene Experten berufen. 

Prof. Susanne Stoodt, Violine und Kursleitung

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main

Susanne Stoodt ist seit 1994 Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Sie verfügt über eine langjährige Erfahrung als Konzertmeisterin am Staatstheater Mainz und an der Deutschen Oper am Rhein. Als Mitglied des Grüneburg-Trios, das bereits ein Jahr nach seiner Gründung Preisträger beim renommierten ARD-Wettbewerb wurde, unternahm sie ausgedehnte Tourneen durch Deutschland und Europa  und konzertierte  in zahlreichen  Konzertreihen und  internationalen Festivals. Sie ist Dozentin  zahlreicher Meisterkurse in Deutschland und den USA und wird häufig als Coach  bei der Jungen Deutschen Philharmonie und verschiedenen Landes-Jugend-Orchestern engagiert.


Prof. Roland Glassl, Viola

Hochschule für Musik und Theater München

Roland Glassl hat sich als Solist und Kammermusiker einen Namen gemacht, der weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Sowohl zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben (1. Preis „Lionel Tertis International Viola Competition“ - als erster Deutscher überhaupt -, bei dem ihm zusätzlich auch der „Peter Schidlof Prize“ für den Finalisten mit dem schönsten Ton verliehen wurde, 1. Preis beim „Washington International Competition for Strings“, Gewinner des 1. Internationalen Viola Wettbewerbes in Wien, 1. Preis beim Viola-Wettbewerb der Deutschen Viola-Gesellschaft in Celle), wie auch seine 16 jährige Quartetttätigkeit im Mandelring Quartett haben ihn weltweit auf viele große Bühnen und zu internationalen Festivals gebracht.

Roland Glassl spielte u.a. in der Londoner Wigmore Hall, dem National Centre for the Performing Arts in Peking, der Berliner Philharmonie, beim „Ravinia Festival“ in Chicago, dem „Chamber Music International“ (CMI) in Dallas, dem „Caramoor Festival“ in New York, dem „Musica Riva Festival“ in Riva del Garda und den „Open Chamber Music Festival“ in Prussia Cove.

Als Solist arbeitet er mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Hermann Bäumer, Howard Griffiths, Hans Richter, Markus Poschner, Alfred Eschwé, Theodor Guschlbauer und trat mit zahlreichen Orchestern auf, u.a. dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Philharmonischem Staatsorchester Mainz, dem China National Opera House Symphony Orchestra, dem Georgischem Kammerorchester, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Ungarischen Sinfonikern Pécs, dem Istanbul State Symphony Orchestra und dem Prager Kammerorchester. Als Kammermusikpartner spielt er mit Künstlern wie Leon Fleischer, Miriam Fried, Pekka Kuusisto, Julia Fischer, Sophia Jaffé, Lisa Batiashvili, Michael Sanderling, Sharon Kam, Michel Lethiec, Atar Arad, Michael Tree, Hariolf Schlichtig, dem Danel und dem Henschel Quartett. Unterrichten war für Roland Glassl schon immer eine wichtige Ergänzung zum Konzertieren. Von 2004 bis 2018 hatte er die Nachfolge von Tabea Zimmermann als Professor für Viola an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main angetreten. 2018 übernahm er dann schließlich die Stelle von Prof. Hariolf Schlichtig an der Hochschule für Musik und Theater München und kehrte damit zu seinen Wurzeln zurück.

Der in Ingolstadt geborene Musiker stammt aus einer Geigenbauerfamilie und spielt auf einem Instrument seines Vaters, 2002 gebaut. Den ersten Violinunterricht erhielt er ebenso bei seinem Vater, später dann bei Gerhard Seitz in München. Von 1992 an studierte er an der Musikhochschule München bei Prof. Ana Chumachenco, wo er 1996 sein Diplom mit Auszeichnung erhielt. Schon während des Studiums hat ihn die außerordentliche Klangvielfalt der Viola fasziniert und so hat er sich entschieden nach ersten Anregungen durch Thomas Riebl, Roland Metzger und Hariolf Schlichtig, sich ganz der Viola zu widmen. Wesentlich geprägt wurde sein Spiel durch das anschließende Studium bei Atar Arad an der Indiana University in Bloomington/USA, wofür ihm vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein Stipendium zugesprochen wurde.

Nach Abschluss des Studiums mit dem „Artist Diploma“, hat sich Roland Glassl entschlossen zurück nach Deutschland zu kommen, um dort sowohl kammermusikalisch, wie auch solistisch aktiv zu sein. Neben der intensiven Quartetttätigkeit im Mandelring Quartett (1999-2015), spielt er auch zahlreiche Konzerte im Trio Charolca, einer klangfarbenreichen Besetzung mit Harfe, Flöte und Bratsche.


Prof. Jan Ickert, Violoncello

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Jan Ickert begann seine musikalische Ausbildung an Dr.Hoch´s Konservatorium Frankfurt bei Maike Kunstreich. Danach studierte er an den Musikhochschulen Wuppertal, Berlin und Frankfurt bei den Professoren Susanne Müller-Hornbach, Andreas Greger und Michael Sanderling. Nach einem Zusatzstudium bei Prof. Joseph Schwab absolvierte er 2010 sein Konzertexamen mit Auszeichnung.

Zu seiner Ausbildung zählten zahlreiche Meisterkurse und die Zusammenarbeit mit Eberhard Feltz, Bernard Greenhouse, Peter Bruns, Wen-Sinn Yang, Gustav Rivinius, Wolfgang Boettcher, Jens-Peter Maintz und Troels Svane.

Im Jahr 2002 gründete er das Chagall-Quartett Berlin, das Preise bei internationalen Wettbewerben errang (Pergamenschikow-Preis für Kammermusik, Internationaler Joseph-Joachim-Kammermusikwettbewerb sowie beim Deutschen Hochschulwettbewerb). Mit dem Chagall-Quartett gastiert er bei internationalen Festivals, wie u.a. den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Mozartfest Würzburg und dem Rheingau-Musikfestival. Seit Studienzeiten ist er gefragter Solist, Kammermusiker und Orchestercellist im In- und Ausland:

2009-10 war Jan Ickert Stellvertretender Solo-Cellist des Opernorchesters Erfurt. Engagements im Orchester der Klangverwaltung (Leitung: Enoch zu Guttenberg), im Kammerorchester Spira Mirabilis, des Kölner Kammerorchesters, der Kremerata Baltica unter Gidon Kremer und als Solo-Cellist des Folkwang-Kammerorchesters Essen, sowie in gleicher Position bei der Bayerischen Kammerphilharmonie (Reinhard Goebel), folgten. Zudem ist er als ständige Aushilfe im HR-Sinfonieorchester und dem Opernorchester Frankfurt zu Gast. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u.a. Philippe Raskin, Tanja Tetzlaff, Hariolf Schlichtig, das Eliot Quartett und Michael Hauber. Das Unterrichten ist Jan Ickerts große Leidenschaft. Von 2008-2018 war er Künstlerischer Leiter und Dozent für Violoncello am Emanuel-Feuermann-Konservatorium der Kronberg Academy. Nach langjährigen Lehraufträgen an den Musikhochschulen Mannheim und Frankfurt hat ihn die Frankfurter Musikhochschule 2017 auf eine Professur für Violoncello berufen. Er unterrichtet auf Meisterkursen im In-und Ausland so z.B. beim Casalmaggiore International Festival, den Kasseler Cellotagen, der Internationalen Sommerakademie auf Schloß Heiligenberg und dem Musiksommer Leutkirch. Seine Schüler sind mehrfache Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben und haben Anstellungen in renommierten Orchestern. Jan Ickert spielt auf einem Cello von Giovanni Cavani aus Modena (Italien) aus dem Jahr 1870.


Prof. Angelika Merkle, Klavier

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Angelika Merkle war von ihrem 14. Lebensjahr bis zum Abitur Schülerin von Prof. Hugo Steurer in München und in England. Während dieser Zeit gewann sie u.a. den 1. Preis im Wettbewerb "Mozart für die Jugend" (Augsburg) und war Preisträgerin im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". 1985 begann sie ihr Studium an der Musikhochschule München bei Prof. Klaus Schilde, welches sie mit Auszeichnung und einer zweijährigen Meisterklasse abschloss. Als Stipendiatin der "Studienstiftung des Deutschen Volkes" setzte sie ihre Ausbildung bei Prof. Leonard Hokanson an der Indiana University in Bloomington fort. Im Fach Liedgestaltung ergänzte sie ihre Studien bei Prof. Helmut Deutsch und Prof. Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. Sie nahm an mehreren Meisterkursen von Brigitte Fassbaender und Gyorgy Sebok teil. Angelika Merkle ist Preisträgerin der "Münchener Konzertgesellschaft", der Yehudi Menuhin- Förderung "Live Music Now" sowie der Stiftung "Villa Musica". 1994 gewann sie den 1. Preis im int. Kammermusik-Wettbewerb "Carlo Soliva" und den 1.Preis im renommierten internationalen Wettbewerb "Vittorio Gui" . Internationale Konzerttätigkeit als Kammermusikerin innerhalb Europas ( z. Bsp. Concertgebouw, Louvre ), bei verschiedenen Festivals, Amerika und Japan. CD-Einspielungen, Fernsehaufnahmen und Rundfunkmitschnitte beim BR, HR, RAI, Radio Suisse Romande, in Mexico und Chile. Ihre Aufnahme von Strauss opus 6 wurde vom amerikanischen Magazin "Fanfare" als beste Einspielung dieser Sonate gepriesen. Zahlreiche Kurstätigkeit im In- und Ausland. Nach einem Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater München (1994-2003) ist Angelika Merkle seit Oktober 2003 Professorin für Klavier-Kammermusik und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Zusätzlich hat sie seit 1999 einen Lehrauftrag für Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. 2006 wird Angelika Merkle Dozentin der Stiftung Villa Musica, seit 2008 ist sie Mitglied der Leitungsgruppe des dt. Kammermusikkurses von "Jugend musiziert". Seit 2012 leitet sie den Masterstudiengang Klavier-Kammermusik an der HfMDK Frankfurt . 2014 übernimmt sie die künstlerische Leitung der renommierten Kammermusikreihe "Festeburgkonzerte", ebenfalls in Frankfurt am Main.


Prof. Henrik Rabien, Fagott

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

- geboren 1971 in Berlin

- Studium bei Prof. Eberhard Marschall in München

- Mitglied im Gustav Mahler Jugendorchester (1994) und im European Union Youth Orchestra (1995)

- Stipendiat der Münchner Orchesterakademie (1994/95)

- Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs (1995)

- Teilnehmer der 40. Bundesauswahl "Konzerte Junger Künstler" (1996/97)

- 1996 – 1998 Solo-Fagottist im Gürzenich-Orchester Köln

- seit 1998 Solo-Fagottist im WDR-Sinfonieorchester Köln

- Konzertreisen durch Europa, nach Japan, China, Korea, Südamerika und in die USA

- Gast u. a. bei den Bamberger Symphonikern, beim Bayerischen Staatsorchester München, beim NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg und DSO Berlin, beim Tonhalleorchester Zürich und bei den Münchner Philharmonikern sowie beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

- solistische Auftritte u. a. mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln, dem Skyline Symphony Orchester und der Sinfonietta Frankfurt, dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Philharmonischen Orchester Hagen und der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford sowie mit verschiedenen Kammerorchestern

- 1996 – 2008 Mitglied im Gürzenich-Fagottquintett

- 1998 – 2013 Mitglied im Ensemble ‚opera senza’; u. a. Auftritte beim Schleswig-Holstein-Musikfestival (2004), beim Lucerne-Festival (2002), beim Brandenburger Musiksommer (2001)

- 2008 ECHO-Klassik mit „opera senza“ für die SACD-Einspielung der Harmoniemusik zu Mozarts „Don Giovanni“

-Gast beim Affinis-Musikfestival in Japan, den Osnabrücker Kammermusiktagen, dem Kammermusik Festival Schloß Moritzburg u. a.

-  Juror beim ARD-Musikwettbewerb München (2013) + beim Deutschen Musikwettbewerb Bonn (2004)

- seit 2003 Professor für Fagott an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

- Meisterkurse an der HfMDK Frankfurt, beim Deutschen Musikrat (Deutscher Kammermusikkurs), beim Affinis-Musikfestival in Japan, in Luxembourg, Neuss u. a.

- Studenten und Gaststudenten seiner Klasse haben Engagements inne in Köln, Berlin, Essen, Osnabrück, Brüssel, Tokyo, Beijing u. a.

- 2016 ECHO-Klassik mit dem „Bassoon Consort Frankfurt“ für die SACD-Einspielung der Goldberg-Variationen von J. S. Bach


Prof. Laura Ruiz-Ferreres, Klarinette

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Laura Ruiz Ferreres ist seit 2011 Professorin für Klarinette an der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt am Main. Früher war sie 1. Solo-Klarinettistin im Orchester der Komischen Oper Berlin unter der Leitung von Kirill Petrenko und von 2007-2010 unterrichtete sie an der UdK – Universität der Künste Berlin, wo sie auch ihre eigene Klasse leitete.

Sie gilt als eine der talentiertesten Klarinettistinen ihrer Generation und ist außerdem eine der wenigen die beide Systemen – Französisch und Deutsch – brillant beherrscht. Sie ist mehrfache Preisträgerin Internationaler Wettbewerbe und konzertiert regelmäβig als Solistin, Kammermusikerin und Orchestermusikerin.

Sie wurde in Amposta (Tarragona, Spanien) geboren und begann ihre musikalische Ausbildung beim ihrem Vater. Nach ihrer Mitgliedschaft in den besten europäischen Jugendorchestern, wurde sie Akademistin der Staatskapelle Berlin und Mitglied des Konzerthaus Orchester Berlin. Später studiert Laura Ruiz Ferreres in Barcelona, London, Basel und Berlin bei Joan Enric Lluna, Anthony Pay, François Benda und Karl-Heinz Steffens. Außerdem studierte sie am Royal Conservatoire den Haag, historische Klarinette bei Eric Hoeprich.

Laura Ruiz Ferreres wurde mit bedeutenden europäischen Preisen ausgezeichnet wie z.B. beim London Symphony Shell Woodwind Competition und Tumbridge Wells International Young Artists Competition (England), International Clarinet Competition Marco Fiorindo (Italien) und hat 1. Preise beim Concours d’Execution Musical de Riddes (Schweiz) und Primer Palau 2003. Sie war die einzige Preisträgerin im Concurso Internacional de Clarinete Ciudad de Dos Hermanas im 2004 (Spanien).

Sie spielte als Solistin mit mehreren Orchestern: Sinfonietta de Genève, Komische Oper Berlin, Brandenburger Symphoniker, Philharmonisches Orchester der Stadt Heidelberg, Deutsches Kammerorchester Berlin, Orquestra de Cambra de Granollers, Orquestra Simfònica del Vallès, Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya, Jove Orquestra Nacional de Catalunya, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi and Collegium Musicum Achaffenburg. Ihre Auftritte wurden auch u.a. durch Suisse Romande Radio 2, Deutschlandradio Kultur, Catalunya Musica, Radio Nacional de España and SWR Rundfunk übertragen. Laura Ruiz Ferreres tritt auch regelmässig als Soloklarinettistin mit der Bayerischen Staatsoper, Staatskapelle Dresden, Bayerisches Staatsorchester, Deutsches Symphonie- Orchester Berlin, Staatskapelle Berlin, Hamburger Philharmoniker, Orquestra de Cadaqués, Orquestra del Gran Teatre del Liceu, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Gürzenich Orchester Köln und Mahler Chamber Orchester. Sie hat auch mit renommierte Dirigenten wie Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Sir Colin Davis, Vladimir Ashkenazy, Bernhard Haitink, Sir Neville Marriner, Kent Nagano, Cristoph Eschenbach, Paavo Järvi, Daniele Gatti and Pierre Boulez gespielt.


Valentin Keogh, Alexandertechnik

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Querflötist, Orchestermusiker, Musikpädagoge und Lehrer der F.M. Alexandertechnik wurde in Dublin, Irland geboren und studierte am Royal College of Music London und an der Hochschule für Musik Freiburg bei Aurèle Nicolet. Nach langjähriger Orchestertätigkeit absolvierte er eine dreijährige Ausbildung zum Lehrer für Alexandertechnik. Seit 1994 unterrichtet er die Alexandertechnik erfolgreich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, in privater Praxis und auf Musikseminaren im In- und Ausland. Seit 2008 ist er 'Professor for Life-Skills' an der Kronberg Academy.