Deutscher Kammermusikkurs "Jugend musiziert" 2020 - die Dozent*innen

Als Dozent*innen für den Deutschen Kammermusikkurs "Jugend musiziert" 2020 wurden Persönlichkeiten des internationalen Konzertlebens und ausgewiesene Expert*innen berufen. 

Prof. Konstantin Heidrich, Violoncello und Kursleitung

Konstantin Heidrich ist der Cellist des Fauré Quartetts und Professor für Violoncello an der Universität der Künste Berlin. Als Solist arbeitete der gebürtige Hamburger mit Dirigenten wie Andrea Marcon oder Kristjan Järvi zusammen. Orchester wie das MDR Sinfonieorchester oder die Duisburger Philharmoniker begleiteten seine Konzerte. Er war als Solocellist zu Gast beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und der Kammerakademie Potsdam. Seine Studenten sind internationale Preisträger, Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker oder auf führenden Positionen namhafter Orchester. Darüber hinaus gibt Konstantin Heidrich Kurse in London, Washington D.C., Dresden, Karlsruhe, Bonn, Bad Sobernheim sowie in Italien, Norwegen, Brasilien oder Singapur.

Die Zeitschrift „The Strad“ bezeichnete das Fauré Quartett so: „Sie erzielen Superlative, überall wo sie erscheinen!“. Mit der gleichen Besetzung seit der Gründung vor fast 20 Jahren ist dieses Klavierquartett international eine der erfolgreichsten Kammermusikformationen. Das „Quartet in Residence“ der Musikhochschule Karlsruhe ist gebucht für Tournéen und Festivals auf der ganzen Welt und gastiert u. a. in den Sälen Musikverein Wien, Wigmore Hall London, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Berlin, Alte Oper Frankfurt, Kölner Philharmonie, Conservatorio G. Verdi Mailand, Palau de la Música Barcelona, Tokio Bunka Kaikan, Teatro Colon Buenos Aires oder Frick Collection New York. Mehrere zeitgenössische Komponisten widmeten ihre Werke für Klavierquartett dem Fauré Quartett, zuletzt Toshio Hosokawa. Das Fauré Quartett hatte fünf Mal in Folge die Künstlerische Leitung des „Festspielfrühling Rügen“ in Zusammenarbeit mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Die Deutsche Grammophon Gesellschaft veröffentlichte Aufnahmen mit Werken von Mozart, Brahms und Mendelssohn, außerdem die Alben Popsongs und Pocket Symphonies. 2014 erschien bei SONY eine CD mit Werken von Strauss und Mahler. Zu den über ein Dutzend Preisen und Auszeichnungen, die das Fauré Quartett erhielt, zählen der Brahms-Preis, der Kunstpreis Rheinland-Pfalz, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik und zwei ECHO-Klassik.


Prof. Saar Berger, Horn

Der Hornist Saar Berger (*1980), ist seit 2007 Mitglied des international besetzten Solistenensembles „Ensemble Modern“ in Frankfurt.

Er studierte an der Rubin-Musikakademie in Tel Aviv, bevor er dem israelischen Opern-Symphonieorchester beitrat. Stipendien und Auszeichnungen des Zvi und Ofra Meitar Family Fonds und der Amerika-Israel Kulturstiftung ermöglichten ihm, das Studium bei Marie-Luise Neunecker (Univeristät der Künste), bei Erich Penzel und Esa Tapani (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt) abzuschließen, bevor er als Hornist Mitglied des Ensemble Modern wurde. 

Saar Berger kooperiert eng mit vielen jungen und international etablierten Komponisten und konnte als Solist die umfassende Horn-Literatur mit Weltpremieren von Konzerten und Solostücken bereichern.

Er war Mitglied und Horn-Mentor der Slokar-Branimir-Akademie und des internationalen Orchesters von Ljubljana. Seit 2017 gehört er zum Dozententeam der Luzerner Festival-Akademie. 

Saar Berger lehrt an der Ensemble Modern Akademie sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und wird regelmäßig zu Meisterkursen und Konzerten in der ganzen Welt eingeladen. Saar Berger ist seit Wintersemester 2019 Horn Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.


Prof. Annadina Björn-Larsen, Flöte

Anna Dina Björn-Larsen (*1975), erhielt ihren ersten Flötenunterricht bei Peter Brock in Karlsruhe und Vladislav Brunner in Frankfurt.

Nach dem Abitur studierte sie bei Paul Meisen in München, Jeanne Baxtresser in New York und Jean-Claude Gérard in Stuttgart.

Bereits während ihres Studiums spielte sie als Stipendiatin der Münchner Orchesterakademie im Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks und im Orchester der Bayerischen Staatsoper.

Im Alter von 23 Jahren wurde sie 1998 Soloflötistin der Königlich Dänischen Oper Kopenhagen, eine Stelle, die sie fast 20 Jahre innehatte. 2013 wurde ihr für ihr künstlerisches Schaffen und Engagement im dänischen Kulturleben der Dannebrog-Ritterorden von der Dänischen Königin verliehen.

Neben ihrer Tätigkeit im Orchester widmete sich Anna Dina Björn-Larsen intensiv der Kammermusik. Sie ist Gründungsmitglied des Diamant Ensemble Kopenhagen und war langjähriges Mitglied des Bläserquintetts des Dänischen Rundfunks. Mit beiden Ensembles hat sie mehrere CDs aufgenommen und bei zahlreichen Festivals in verschiedenen europäischen Ländern gespielt.

Anna Dina Björn-Larsen hat als Dozentin an verschiedenen dänischen Hochschulen gewirkt, u. a. an der Königlich Dänischen Musikakademie Kopenhagen. Sie ist gefragte Dozentin bei Meisterkursen in den USA und Europa. Seit 2018 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

https://www.hmtm-hannover.de/de/hochschule/personen/a-d/prof-anna-dina-bjoern-larsen/


Prof. Caspar Frantz, Klavier / Kammermusik

Caspar Frantz erhielt seine musikalische Ausbildung in der Klasse von Prof. Matthias Kirschnereit an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und im Kammermusikstudium bei Prof. Eberhard Feltz an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Wegweisende Impulse für seinen musikalischen Werdegang erhielt Caspar Frantz zudem durch die intensive Zusammenarbeit mit Renate Kretschmar-Fischer, Elisabeth Leonskaja, Christoph Eschenbach, Andras Schiff, Ferenc Rados, sowie György und Marta Kurtag. Caspar Frantz ist regelmäßiger Gast auf internationalen Bühne, so etwa bei den Festivals in Ravinia, Septembre Musical Montreux, Festival de Pollenca, Beethovenfest Bonn, Semana da Europa Brasilia, Menuhin Festival Gstaad, IMS Prussia Cove , beim Schleswig-Holstein Musik Festival, in der Elbphilharmonie Hamburg, im Gewandhaus zu Leipzig und in der Berliner Philharmonie.

Als Solist arbeitet er mit Orchestern wie der Polnischen Kammerphilharmonie, Bundesjugendorchester Deutschland, Neue Philharmonie Westfalen, Sinfonieorchester des MDR, Philharmonie Moldova Iasi, Kammerakademie Potsdam, Staatsorchester Brasilia und mit dem Berliner Solisten-Ensemble Kaleidoskop. Neben der solistischen Tätigkeit hat die Kammermusik einen besonderen Stellenwert in der Arbeit von Caspar Frantz.

Mit dem Cellisten Julian Arp bildet er seit über 20 Jahren ein preisgekröntes Duo (das Duo ist Preisträger des Mendelssohn-Wettbewerb, des Premio Vittorio Gui, Firenze, und des Deutschen Musikwettbewerbs), und auch Chloe Hanslip, Rainer Kussmaul, Sabine Meyer, das Quatuor Ardeo, das Vogler-Quartett, Anna Prohaska und Bryn Terfel, sowie Mitglieder des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, der Berliner Philharmoniker und des Leipziger Gewandhausorchesters gehören zu seinen Kammermusikpartnern. Caspar Frantz war von 2009 bis 2013 – zusammen mit Julian Arp und dem Verleger und Autor Johannes CS Frank – künstlerischer Leiter des Festival Zeitkunst für zeitgenössische Literatur und Kammermusik, welches im Rahmen des Deutschland-Jahres in Berlin, Rio de Janeiro, sowie im Pariser Centre George Pompidou durchgeführt wurde. Imzuge dieses Festivals hat Caspar Frantz Werke der Komponisten Samir Odeh-Tamimi, Sven-Ingo Koch und Sarah Nemtsov uraufgeführt. In einem Konzertzyklus auf Schloss Melschede brachte er darüber hinaus seit 2006 die Klaviersonaten Ludwig van Beethovens zur Aufführung. Ein weiteres Festival, welches Caspar Frantz – als künstlerischer Berater und Pianist des Festival-Ensembles – mit Freunden ins Leben gerufen hat, ist das Saronic Chamber Music Festival, welches seit 2011 auf den griechischen Inseln im Saronischen Golf stattfindet.

Die neueste, von der Presse hochgelobte CD-Aufnahme von Caspar Frantz widmet sich dem Früh- und Spätwerk von Robert Schumann, eingespielt auf einem historischen IBACH-Flügel für das Label ARS Produktion. All diese vielfältigen Erfahrungen gibt Caspar Frantz seit seiner Berufung im Frühjahr 2016 im Rahmen einer Kammermusikprofessur an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig weiter.


Sascha Frömbling, Viola

Sascha Frömbling studierte zunächst an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Madeleine Prager und Serge Collot. Daran schlossen sich das Konzertexamen bei Prof. Hartmut Rohde an der Universität der Künste Berlin und das Studium beim Alban Berg Quartett an der Musikhochschule Köln an. Wichtige Impulse erhielt er zudem durch die kammermusikalische Arbeit mit Prof. Jörg-Wolfgang Jahn, Mikhail Bezverkhny und Misha Katz.

Zu seinen Partnern bei verschiedenen Projekten gehörten in den letzten Jahren unter anderem die NDR Big Band, das David Orlowsky Trio und die King‘s Singers, aber auch Musiker wie Martha Argerich, Annette Dasch, das Danish String Quartet oder Schauspieler wie Katja Riemann, Sky du Mont, Christian Sprecher oder Dominque Horwitz.

Sascha Frömbling ist regelmäßig Dozent für Viola und Kammermusik. Schon mehrfach unterrichtete er beim Deutschen Kammermusikkurs und bei der Initiative “Rhapsody in school”. Überdies spielt er als Aushilfe bei den Berliner Philharmonikern.

Außerdem ist Sascha Frömbling Gründungsmitglied des Fauré Quartetts, das als eines der herausragenden Kammermusikensembles weltweit einen exzellenten Ruf genießt und 2020 sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Das Klavierquartett gastiert u.a. im Konzerthaus Berlin, im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall London, der Alten Oper Frankfurt, der Stuttgarter Liederhalle, aber auch in Tokio, Los Angeles oder Mexiko City sowie auf den Festivals von Heidelberg, Schwetzingen, Rheingau, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Das Fauré Quartett erhielt eine Vielzahl von Auszeichnungen – u.a. mehrfach Echo Klassik, Deutscher Musikwettbewerb, Parkhouse Award London. CD-Einspielungen liegen bei Deutsche Grammophon, Sony und Berlin Classics vor.

Seit 2012 unterrichtet Sascha Frömbling Viola an der Universität der Künste Berlin.


Erika Geldsetzer, Violine

Erika Geldsetzer, aufgewachsen in einer Musikerfamilie aus Betzdorf , begann ihr Studium als Jungstudentin mit 12 Jahren an der Musikhochschule in Köln bei Prof. Gerhard Peters. Es folgte das Hauptstudium an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Ulf Hoelscher, Post Graduate an der Royal Academy of Music, London bei Erich Gruenberg, sowie Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst ,Wien bei Prof. Gerhard Schulz.

Als Geigerin des Fauré Quartetts (gegründet 1995), eines der erfolgreichsten deutschen Kammermusikensembles ,konzertiert Erika Geldsetzer auf den wichtigsten internationalen Podien, wie zum Beispiel in London (Wigmore Hall), Berlin (Philharmonie), Amsterdam (Concertgebouw), Frankfurt (Alte Oper),Buenos Aires (Teatro Colòn ),New York, Tokio etc, ebenso wie das Schleswig-Holstein- Musikfestival, Rheingau-Musik-Festival, Schwetzinger Festspiele, Martha Argerich Festival Buenos Aires, Festival de Radio France et Montpellier, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Von 2012 bis 2016 waren die Mitglieder des Quartetts Künstlerische Leiter des „Festspielfrühling Rügen“, in dessen Rahmen sie zusammen mit Künstlern wie Lars Vogt, Marie-Luise Neuenecker, Miriam Contzen, Viviane Hagner, Julian Steckel, Jonathan Gilad aber auch mit den King‘s Singers, der NDR Big Band und dem David Orlowsky Trio Konzerte gestalteten.

CD Aufnahmen mit dem Faure Quartett erschienen bei Deutsche Grammophon mit Werken von Mozart, Brahms und Mendelssohn, sowie Popsongs. Für die Einspielungen der Klavierquartette von Brahms, sowie der Popsongs wurden die Künstler 2008 und 2010 mit dem Klassik Echo ausgezeichnet. Bei Sony erschienen Klavierquartette von Richard Strauss und Gustav Mahler sowie eigens für das Faure Quartett hergestellte Arrangements für Klavierquartett und Gesang von Liedern von Richard Strauss und Mahler mit der weltberühmten Sopranistin Simone Kermes. Auf der neuesten CD ( September 2018, Berlin Classics) sind vom Fauré Quartett selbst bearbeitete Arrangements von Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ sowie eine Auswahl der „Etude tableaux“ von Sergei Rachmanninov zu hören.

Als Solistin tritt Erika Geldsetzer mit verschiedenen Orchestern weltweit auf, darunter mit dem Rundfunksinfonieorchester des SWR Kaiserslautern, der Philarmonia Romania, dem Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz, der Südwestfälischen Philharmonie, dem Tonart Orchester Heidelberg, dem Bodensee Kammerorchester und der Capella Classica,Betzdorf.

Von 2009 bis 2012 war Erika Geldsetzer Dozentin bei der Rheinland-Pfälzischen Stiftung Villa Musica, sowie Mitglied des Ensembles Villa Musica und Gründungsmitglied des Streichquartett Villa Musica. Ihre Kammermusikpartner sind Nicolas Chumachenco, Benjamin Rivinius, Martin Ostertag, sowie Kalle Randalu, Gustav und Paul Rivinius.

Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Violine und Kammermusik im In- und Ausland, u.a. in Karlsruhe, Rostock, Bonn, Sondershausen, Cervo (Italien), London (England), Manchester (England), Boszok (Ungarn) , Montepulciano (Italien) und Melbu (Norwegen).

Seit 2018 ist Erika Geldsetzer Gastkonzertmeisterin im Mahler Chamber Orchstra.

2011 gründete Erika Geldsetzer zusammen mit dem englischen Pianist und Dirigent Ian Fountain das Fountain Duo, mit dem sie regelmäßig konzertiert. Mit dem weltweit bekannten Cellist David Geringas erweitern sie sich oft zum Klaviertrio.


Maximilian Krome, Klarinette

Maximilian Krome ist seit 2014 stellvertretender Solo-Klarinettist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Als regelmäßiger Gast an der Soloklarinette spielt er zudem in der Camerata Bern, der Kammerakademie Potsdam, bei Les Dissonances, im Sinfonieorchester des WDR Köln und der Oper Frankfurt. Innerhalb dieser Ensembles arbeitete er mit Dirigenten wie Paavo Järvi, Mariss Jansons, Daniel Harding, Gustavo Dudamel, Andris Nelsons oder Herbert Blomstedt und konzertierte in über 30 Ländern in Europa, Asien und Amerika.

Vor dem Antritt seiner Stelle in Bremen war er für zwei Jahre Akademist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München.

Seit dem Sommersemester 2019 ist Maximilian Krome Dozent für Klarinette mit eigener Klasse an der Hochschule für Musik Nürnberg. Daneben unterrichtete er im Lehrauftrag an der Hochschule für Künste Bremen.

Mit Partnern wie Elisabeth Leonskaja, Tanja Tetzlaff, Matthias Kirschnereit und dem Ardeo Quartett konnte man den 1988 geborenen Klarinettist beim internationalen Musikfestival „The Next Generation“ in Dortmund, auf Einladung der Academy of St.Martin-In-The-Fields in London, beim Festival Hirondelle in Frankreich, beim Kissinger Sommer, dem Musikfest Bremen sowie beim Verbier Festival in der Schweiz erleben. Neben live-Mitschnitten dieser Konzerte im WDR, BR und Deutschlandfunk begannen im Januar 2019 die Aufnahmen für eine Reihe von Kammermusik CDs beim Label Dabringhaus & Grimm.

Als Solist eröffnete er mit dem Baden-Württembergischen Kammerorchester Heilbronn die 29. Schwetzinger Mozartfestspiele und konzertierte mit Mozarts Klarinettenkonzert im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, in der Essener Philharmonie und der Schweiz.

Während seines Studiums bei Prof. Martin Spangenberg an der Hochschule für Musik Weimar wurde er von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert.


Holger Schinköthe, Fagott

Holger Schinköthe ist seit 1992 Solofagottist der Bayerischen Staatsoper (Bayerisches Staatsorchester) in München. Zuvor spielte er eineinhalb Jahre auf derselben Position im Hessischen Staatstheater in Wiesbaden.

Als Solofagottist ist er immer wieder auch bei renommierten Orchestern zu Gast wie den Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Filarmonica della Scala Milano, der Accademia Santa Cecilia in Rom oder dem Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung bedeutender Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Antonio Pappano, Riccardo Muti oder Daniele Gatti. Mit dem Bayerischen Staatsorchester spielte er noch Konzerte unter Leitung von Carlos Kleiber. Und auf persönliche Einladung von Zubin Mehta war er 2011 für längere Zeit beim Israel Philharmonic Orchestra für Konzerte in Israel und in den USA.

Holger Schinköthe trat in den bedeutendsten Konzertsälen weltweit auf, darunter die Berliner Philharmonie, das Tschaikowsky Konservatorium in Moskau, der Musikverein in Wien, das KKL in Luzern, die Carnegie Hall in New York, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die Suntory Hall in Tokyo.

Schon früh hatte Holger Schinköthe besonderes Interesse an der intensiven Beschäftigung mit Kammermusik. Während des Studiums nahm er an zahlreichen nationalen und internationalen Kammermusikkursen in Deutschland, Schweden und Österreich teil. Als Kammermusiker spielt er immer wieder in verschiedensten Bläser- und gemischten Besetzungen und trat unter anderem auf mit Kammermusikpartnern wie dem Mandelring-Quartett, Natalia Gutmann oder François Leleux und bei Festivals wie dem Oleg-Kagan-Musikfest in Kreuth oder dem Hong Kong Arts Festival.

Holger Schinköthe wurde in Solingen (Bergisches Land) geboren. Schon früh gewann er 1. Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". Sein Studium absolvierte er an der Hochschule für Musik in Detmold und gewann den 1. Preis beim Instrumentalwettbewerb des Bundesverbandes Deutscher Industrie (BDI) und 1990 den Wettbewerb Deutscher Musikhochschulen. Seine Orchesterausbildung erhielt er beim Bundesjugendorchester, dem Gustav Mahler Jugendorchester und an der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Er war Stipendiat der Herbert-von-Karajan-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zu seinen Lehrern zählen Herbert Petrik, Helman Jung und Daniele Damiano.


Alexandra Müller, Musikphysiologie

Alexandra Müller studierte Cello bei Prof. Rudolf Gleißner in Stuttgart und bei Prof. Wolfgang Boettcher in Berlin. Sie war stellvertretende Solocellistin am Nationaltheater Mannheim. Zusatzausbildungen zur Dispokinesislehrerin, Bewegungspädagogin, integralen Gestalttherapeutin und zur Biodanzaleiterin folgten. Von 1991 bis 2011 war sie Dozentin an der Universität der Künste, Berlin in den Fächern Cello, Cellomethodik und Musikphysiologie („Haltung, Bewegung und Ausdruck am Instrument-bewusstes Musizieren“, „Präsenz und Auftrittstraining“). Sie war Gründungsmitglied des Kurt-Singer-Institutes für Musikphysiologie und Musikergesundheit an der Universität der Künste und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Von 2004 bis 2014 war sie im Leitungsteam der Weiterbildung „Musikphysiologie im künstlerischen Alltag“.

Seit 2011 leitet sie als Dozentin an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart den Bereich Musikphysiologie/Musikergesundheit.

Eine ihrer wichtigsten Grundlagen ist die Arbeit von Heinrich Jacoby (Musik-und Begabungsforscher) und Elsa Gindler (Bewegungsforscherin). Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Beirates der Heinrich Jacoby/Elsa Gindlerstiftung Berlin. Seit beinahe 30 Jahren ist sie auf dem Gebiet der Musikphysiologie tätig. Arbeit in Gruppen und im Einzelunterricht/Einzelcoaching. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind:

Erarbeiten und Entwickeln von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein als Grundlage jeglicher künstlerischer Äußerung. Erforschen und Vermitteln der körperlich-psychomentalen Voraussetzungen erfüllten Musizierens.