WESPE - Allgemeine Bedingungen

  • Eine Mehrfachteilnahme mit unterschiedlichen Werken in verschiedenen Kategorien ist möglich. Die Teilnahme mit demselben Werk ist nur in einer Kategorie möglich.
     
  • Kann ein angemeldetes Werk laut Ausschreibung in unterschiedlichen Kategorien vorgetragen werden, so soll in der Regel der Wunsch der Teilnehmer*innen maßgeblich sein. In Ausnahmefällen behält sich die Wettbewerbsleitung vor, nach Rücksprache und Beratung mit den Teilnehmer*innen den Wechsel in eine andere Kategorie durchzuführen.
    (Dies gilt nicht für jene Kategorien, bei denen die Nominierung zu WESPE durch die Landes-, bzw. die Bundesjury erfolgte. (Klassische Moderne, zeitgenössisches Werk, für Jugend musiziert komponiertes Werk, WDR 3 Klassikpreis der Stadt Münster, Jumu open.)
     
  • Preisträger*innen des Bundeswettbewerbs dürfen sich für die WESPE-Kategorien zu neuen Besetzungen zusammenfinden oder solistisch antreten. Dies gilt nicht für jene Kategorien, bei denen die Nominierung zu WESPE durch die Landes-, bzw. die Bundesjury erfolgte. (Klassische Moderne, zeitgenössisches Werk, für Jugend musiziert komponiertes Werk, WDR 3 Klassikpreis der Stadt Münster, Jumu open.)

WDR 3 Klassikpreis der Stadt Münster

Dieser Sonderpreis wird für die beste Interpretation eines Meisterwerkes der erweiterten deutsch-österreichischen klassischen Tradition verliehen. Aus diesem Grund kommen nur Originalwerke in Frage. Die besondere Herausforderung besteht hier in der künstlerischen Durchdringung, der interpretatorischen Leistung und im Durchhalten des Spannungsbogens über die Gesamtdauer des Vortrags. Die Anforderungen an die stilistische Vielfalt eines normalen Jugend musiziert-Programms lassen dafür keinen Raum. Der „Klassikpreis“ will dazu anregen, sich diesem hohen Anspruch zu stellen.

Die Sonderpreisträger*innen stellen sich zum Abschluss des Wettbewerbswochenendes in einem öffentlichen Konzert vor, das von WDR 3 mitgeschnitten und ausgestrahlt wird.

Wer darf teilnehmen?

Voraussetzung ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2022 in einer der unten genannten Kategorien mit mindestens einem Satz des WESPE-Programms und einer entsprechend hohen Bewertung durch die Jury des Bundeswettbewerbs, die eine Teilnahme an WESPE empfiehlt.**

 

Was darf gespielt werden?

Ein ganzes, mehrsätziges Originalwerk von Boccherini, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Mendelssohn Bartholdy und Brahms.

a) für die Solowertungen Streichinstrumente (Solokonzerte und erwachsene  Begleitpartner*innen sind nicht zugelassen.)

b) für Klavier-Kammermusik, Duo: Klavier und ein Blasinstrument

 

** Jugend musiziert behält sich eine Auswahl vor, falls die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten überschreitet. Sie wird gegebenenfalls auf der Grundlage der Ergebnisse beim Bundeswettbewerb erfolgen. Solist*innen mit jugendlichem Begleiter/jugendlicher Begleiterin werden bei gleicher Punktzahl bevorzugt.


Beste Interpretation eines eigenen Werks

Die Interpretation eines vorgegebenen Notentextes ist zweifelsohne eine kreative Leistung von hohem künstlerischem Wert. Um die Kreativität der Wettbewerbsteilnehmer*innen noch weiter zu fördern, ermöglicht diese Kategorie den Vortrag von Werken, die die Teilnehmer*innen selbst komponiert haben. Damit wird die historische Einheit von Komponist*in und Interpret*in in Erinnerung gerufen, die Jahrhunderte lang die Regel in der Musizierpraxis war und die in der zeitgenössischen Musik (ganz besonders im Pop-Bereich) wieder gang und gäbe ist. Stil, Form oder Gattung der Komposition sind frei wählbar.

Wer darf teilnehmen?

Voraussetzung ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2022. Preisträger*innen ausgewählter Kategorien des Bundeswettbewerbs erhalten im Juni 2022 eine Einladung zur Bewerbung.*

 

Was darf gespielt werden?

Von einem Mitglied des teilnehmenden Ensembles bzw. von der ausführenden Solist*in komponiertes vollständiges Werk. Dieses Werk muss nicht Bestandteil des Wertungsprogramms am Bundeswettbewerb gewesen sein. Grundsätzlich sind auch Werke mit längerer Spieldauer zugelassen, wenn sie vollständig vorbereitet werden. Sollte das Werk länger als 10 Minuten dauern, entscheidet die WESPE-Jury, welche Teile vorzutragen sind

maximal 10 Minuten

* Jugend musiziert behält sich eine Auswahl vor, falls die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten überschreitet. Sie wird gegebenenfalls auf der Grundlage der Ergebnisse beim Bundeswettbewerb erfolgen.

Erwachsene Begleiter*innen sind nicht zugelassen.


Jumu open

Die Qualifikation zur Teilnahme an den „Wochenenden der Sonderpreise“ in der Kategorie „Jumu open“ ist auf zwei Wegen möglich:

1) Anmeldung und erfolgreiche Teilnahme (mit Weiterleitung) beim Landeswettbewerb in dieser Kategorie

2) Bundespreisträger*innen werden eingeladen, sich zur Teilnahme an WESPE zu bewerben.

Worum geht's?
In dieser neuen freien Kategorie sind alle Instrumente und Performances möglich, die durch bisherige Jugend musiziert-Kategorien nicht abgedeckt sind.

  • Denkbar sind alle bei Jugend musiziert vorkommenden Instrumente und die Stimme, so wie alle möglichen anderen Klangquellen.
  • Die Musik kann aus Genres stammen
    - sie kann aus einer anderen als der „klassischen“ (auch klassisch-zeitgenössischen) Tonsprache kommen
    - sie kann auskomponiert und/oder improvisiert sein.
  • Die Musik kann sich mit anderen künstlerischen Sparten (Tanz, Film, Texte, Malerei...) verbinden.
  • Gefordert ist in der Wertung eine eigenständige, künstlerisch-schöpferische Leistung im Rahmen einer Live-Performance, die über eine reine Interpretationsleistung hinausgeht.

Anforderungen

  • Besetzung: 1 - 13 Teilnehmer*innen (Solist*in oder Gruppe)
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Teilnehmenden der Jahrgänge 2001 - 2009. Es wird nicht nach Altersgruppen und Besetzungen getrennt gewertet.
  • Die Teilnehmer*innen müssen mit der Anmeldung einen Text (ca. 200 bis 600 Zeichen inkl. Leerzeichen) einreichen, in dem sie ihr Konzept beschreiben. Die Darbietung muss dem eingereichten Konzept folgen.
  • Alles, was für die Performance nötig ist, muss selbst mitgebracht werden. Es empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Veranstalter des Wettbewerbs.
  • Auftrittszeit (inkl. Umbau): 6 bis 30 Minuten.
  • Auch falls elektronische Einspielungen verwendet werden, soll die Performance ausgeprägten Live-Charakter haben.
  • Die Musik muss im Zentrum der Wertung stehen.

Bewertungskriterien

  • Originalität der Idee/Konzeptqualität
  • Künstlerische Qualität der Performance
  • Einheit von Konzept, Performance und Interpretation

Die freie Kategorie „Jumu open“ wird 2022 bei diesen Landeswettbewerben angeboten:

  • Bayern
  • Berlin
  • Hamburg
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz,
  • N.N. für Deutsche Schulen Nord-/Osteuropa
  • Europaschule Kairo
  • Deutsche Schule Madrid

Die oben genannten Bundesländer öffnen ihre Wettbewerbe für Nachbarbundesländer :

Bayern für Bayern, Thüringen und Sachsen
Berlin für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt
Hamburg für Hamburg und Schleswig-Holstein
Nordrhein-Westfalen für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hessen
Rheinland-Pfalz für Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden Württemberg

Bewerbung

  • Die Bewerbung zur Teilnahme erfolgte mit Hilfe eines eigenen Formulars beim jeweiligen Landesausschuss.
  • Bewerbungsschluss war der 15. November 2021. Der jeweilige Landesausschuss entschied über die Zulassung zur Teilnahme und informierte die Teilnehmenden über diese Entscheidung bis 15. Dezember 2021.

Urkunden

  • Grundsätzlich werden in den Urkunden nur Preise und Prädikate ausgewiesen.
  • Im Falle eines 1. Preises auf Landesebene enthält die Urkunde zusätzlich den Hinweis „Nominierung zur Teilnahme am Wochenende der Sonderpreise (WESPE)“.
  • Die erreichte Punktzahl wird auf Landesebene nur dann veröffentlicht, wenn sie für die Anrechnung einer
  • Besonderen Lernleistung (BLL) auf die Abiturnote nachgewiesen werden muss.

Weiterleitung zu WESPE

Der Landeswettbewerb nominiert die Teilnehmenden und Ensembles aufgrund einer hervorragenden Leistung zur Teilnahme an WESPE, dem Wochenende der Sonderpreise. Die Nominierung gilt für die instrumentale Besetzung und die Teilnehmenden, so, wie der Auftritt beim Landeswettbewerb erfolgt ist.


Beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks

Für die hier vorgestellte Kategorie wünscht sich Jugend musiziert die Beschäftigung mit neuester Musik; dazu wurde die Epochenbezeichnung „f“ geschaffen: Gemeint ist Neue Musik, die zwischen ca. 1950 und heute komponiert wurde und in mindestens einer musikalischen Eigenschaft (beispielsweise tonal, thematisch, motivisch, metrisch, rhythmisch, formal, spiel- bzw. gesangstechnisch oder in der Notation) von der Tradition deutlich abweicht.

Wer darf teilnehmen?

Voraussetzung ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2022 mit einem vollständigen Werk oder einem vollständigen Satz der Epoche "f" und einer entsprechend hohen Bewertung durch die Jury des Bundeswettbewerbs, die eine Teilnahme an WESPE empfiehlt.*
Preisträger*innen ausgewählter Kategorien erhalten im Juni 2022 eine Einladung zur Bewerbung.

 

Was darf gespielt werden?

Vollständige Werke der Epoche f**, die beim Bundeswettbewerb gespielt wurden. Grundsätzlich sind auch Werke längerer Spieldauer zugelassen, wenn sie vollständig vorbereitet sind. Die WESPE-Jury entscheidet, welche Teile vorzutragen sind. Sollte es sich bei dem im Bundeswettbewerb gespielten Werk um eine ausgesprochen kurze Komposition (unter 5 Minuten) handeln, kann das im Bundeswettbewerb vorgetragene Werk im Rahmen der vorgegebenen Höchstdauer von 20 Minuten durch ein zusätzliches Werk der Epoche „f“ ergänzt werden.

max. 20 Minuten


* Jugend musiziert behält sich eine Auswahl vor, falls die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten überschreitet. Sie wird gegebenenfalls auf´der Grundlage der Ergebnisse beim Bundeswettbewerb erfolgen. Solist*innen mit jugendlichem Begleiter/jugendlicher Begleiterin werden bei gleicher Punktzahl bevorzugt.

** Eigene Werke von Teilnehmer*innen sind für diese Kategorie nicht zugelassen.


Beste Interpretation eines Werks der Klassischen Moderne

Im Wesentlichen sind es die Werke aus dem stilistischen Umkreis von Paul Hindemith und seinen Schülern (z.B. Harald Genzmer oder Bertold Hummel) und von Komponisten wie Igor Strawinsky, Bela Bartók, Darius Milhaud, Sergej Prokofjew, Francis Poulenc, Dmitrij Schostakowitsch sowie ihren Zeitgenossen, die für diesen Sonderpreis in Frage kommen. Mit der Unterscheidung zwischen der Epoche „e“ (Klassische Moderne) und „f“ (Neue Musik) erhält jede dieser beiden Epochen ihr eigenes Gewicht. So erfahren wir in der Klassischen Moderne eine „Neuordnung des Tonmaterials unter Wahrung des Prinzips der (erweiterten) Tonalität“.

Wer darf teilnehmen?

Teilnahme am Bundeswettbewerb 2022 mit einem vollständigen Werk oder einem vollständigen Satz der Epoche "e" und einer entsprechend hohen Bewertung durch die Jury des Bundeswettbewerbs, die eine Teilnahme an WESPE empfiehlt.*
Preisträger*innen ausgewählter Kategorien des Bundeswettbewerbs erhalten im Juni 2022 eine Einladung zur Bewerbung.

 

Was darf gespielt werden?

Vollständige Werke aus dem stilistischen Umkreis von Komponisten wie Paul Hindemith, Igor Strawinsky, Bela Bartók und ihren Schülern (wie Harald Genzmer, Bertold Hummel und vielen anderen). Grundsätzlich sind auch Werke mit längerer Spieldauer zugelassen, wenn sie vollständig vorbereitet werden. Die WESPE-Jury entscheidet, welche Teile vorzutragen sind.
Sollte es sich bei dem im Bundeswettbewerb gespielten Werk um ein einsätziges Werk handeln, dann muss dieses für WESPE durch ein stilistisch passendes Werk (passenden Satz) ergänzt werden, das nicht Teil des Bundeswettbewerbsprogramms war. Das gleiche gilt, wenn das vollständige, im Bundeswettbewerb gespielte Werk mit allen Sätzen kürzer ist als die vorgeschriebene Mindestdauer von 10 Minuten.

10-20 Minuten

* Jugend musiziert behält sich eine Auswahl vor, falls die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten überschreitet. Sie wird gegebenenfalls auf der Grundlage der Ergebnisse beim Bundeswettbewerb erfolgen. Solist*innen mit jugendlichem Begleiter/jugendlichen Begleiterin werden bei gleicher Punktzahl bevorzugt.


Beste Interpretation eines für Jugend musiziert komponierten Werks

Hier will Jugend musiziert die Teilnehmer*innen animieren, Komponist*innen anzuregen, ein neues Werk für sie zu schreiben und gemeinsam einzustudieren. Die dabei gewonnenen Erfahrungen auch hinsichtlich neuer oder ungewöhnlicher Spiel- oder Gesangstechniken werden die Interpret*innen mit Sicherheit musikalisch weiterbringen. Dieses Projekt verspricht ein spannendes musikalisches Abenteuer. Dabei kann neue Wettbewerbsliteratur für zukünftige Jugend musiziert-Jahrgänge entstehen.

 

Wer darf teilnehmen?

Voraussetzung ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2022 mit dem zu WESPE angemeldeten Werk und einer entsprechend hohen Bewertung durch die Jury des Bundeswettbewerbs, die eine Teilnahme an WESPE empfiehlt.*
Preisträger*innen ausgewählter Kategorien erhalten im Juni 2022 eine Einladung zur Bewerbung.

 

Was darf gespielt werden?

Ein für Jugend musiziert komponiertes und im Rahmen des aktuellen Wettbewerbs uraufgeführtes vollständiges Werk. Grundsätzlich sind auch Werke mit längerer Spieldauer zugelassen, wenn sie vollständig vorbereitet werden. Sollte das Werk länger als 15 Minuten dauern, entscheidet die WESPE-Jury, welche Teile vorzutragen sind.

max. 15 Minuten


* Jugend musiziert behält sich eine Auswahl vor, falls die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten überschreitet. Sie wird gegebenenfalls auf der Grundlage der Ergebnisse beim Bundeswettbewerb erfolgen. Solist*innen mit jugendlichem Begleiter / jugendlicher Begleiterin werden bei gleicher Punktzahl bevorzugt


Beste Interpretation eines Werks einer Komponistin

Clara Schumann und Fanny Hensel-Mendelssohn werden gerne genannt, wenn belegt werden soll, dass es schon immer erfolgreiche Komponistinnen gegeben hat. Es ist jedoch unbestritten, dass es in der Geschichte Frauen ungleich schwerer hatten, sich mit eigenen Werken zu profilieren. Mit dem Sonderpreis sollen Werke von Komponistinnen mehr ins Rampenlicht gerückt werden. Zu welcher Zeit die ausgewählten Komponistinnen gelebt haben, ist hier gleichgültig. Werke der Gegenwart (eigene Kompositionen werden in der Kategorie „Eigenes Werk“ bewertet, da diese dort einen angemessenen Platz zur Bewertung finden) sind ebenso willkommen wie Werke vergangener Jahrhunderte.
 

Wer darf teilnehmen?

Voraussetzung ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2022. Preisträger*innen ausgewählter Kategorien des Bundeswettbewerbs erhalten im Juni 2022 eine Einladung zur Bewerbung.*

 
Was darf gespielt werden?

Von einer Komponistin unserer oder vergangener Zeit geschriebene vollständige Werke.
Kompositionen von Teilnehmerinnen und für Jugend musiziert komponierte Werke sind ausschließlich in der Kategorie „Beste Interpretation eines eigenen Werks“ bzw. "Für Jugend musiziert komponiertes Werk" zugelassen.
Das zu WESPE angemeldete Werk muss nicht Bestandteil des Wertungsprogramms am Bundeswettbewerb gewesen sein. Grundsätzlich sind auch Werke mit längerer Spieldauer zugelassen, wenn sie vollständig vorbereitet werden. Sollte das Werk länger als 10 Minuten dauern, entscheidet die WESPE-Jury, welche Teile vorzutragen sind.

5-10 Minuten


* Jugend musiziert behält sich eine Auswahl vor, falls die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten überschreitet. Sie wird gegebenenfalls auf der grundlage der Ergebnisse beim Bundeswettbewerb erfolgen.
Erwachsene Begleiter sind nicht zugelassen.


Beste Interpretation eines Werks der Verfemten Musik

Diktaturen haben immer wieder versucht, missliebige Musik zu verhindern. Komponist*innen wurden vertrieben oder umgebracht, Werke nicht gedruckt, Konzerte verboten. In Deutschland und den angrenzenden Ländern verhinderte die Hitler-Barbarei mit dem Schlagwort der „Entarteten Kunst“ zahlreiche hervorragende Kompositionen. Arnold Schönberg, Hanns Eisler oder Kurt Weill mussten ins amerikanische Exil gehen, ihre Werke wurden nicht aufgeführt. Wer nicht emigrierte, wurde liquidiert – wie Gideon Klein oder Viktor Ullmann. Doch wurden und werden Komponist*innen auch in der Sowjetunion, Südafrika, Südamerika, in Spanien, Rumänien, Italien und anderswo verfolgt. Ihre Werke kommen beim standardisierten Repertoire des Konzertlebens selten zur Aufführung. Jugend musiziert ruft dazu auf, gerade diese Komponist*innen und ihre Werke zu entdecken.

Wer darf teilnehmen?

Voraussetzung ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2022. Preisträger*innen ausgewählter Kategorien des Bundeswettbewerbs erhalten im Juni 2022 eine Einladung zur Bewerbung.*

 
Was darf gespielt werden?

Mindestens ein vollständiges Werk von Komponist*innen, die vom Nationalsozialismus oder anderen repressiven Herrschaftssystemen verfolgt wurden oder werden.
Das zu WESPE angemeldete Werk muss nicht Bestandteil des Wertungsprogramms am Bundeswettbewerb gewesen sein. Grundsätzlich sind auch Werke mit längerer Spieldauer zugelassen, wenn sie vollständig vorbereitet werden. Die WESPE-Jury entscheidet, welche Teile vorzutragen sind.

insgesamt bis zu 15 Minuten


* Jugend musiziert behält sich eine Auswahl vor, falls die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten überschreitet. Sie wird gegebenenfalls auf der Grundlage der Ergebnisse beim Bundeswettbewerb erfolgen.
Erwachsene Begleiter*innen sind nicht zugelassen.


Die Stifter*innen der Sonderpreise bei WESPE

Sonderpreise im Gesamtwert von 28.500 Euro stifteten 2021:
Allgemeiner Cäcilienverband für Deutschland - Bertold Hummel Stiftung - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  - Evangelische Kirche Deutschland (EKD) - Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) - Harald-Genzmer-Stiftung - Hindemith Stiftung / Fondation Hindemith - Irino-Foundation  - Neue Musikzeitung -  Stadt Münster - Stadtwerke Schwerin -  Verband deutscher Musikschulen (VdM) - WDR 3