Die Ausschreibung für den 55. Wettbewerb "Jugend musiziert" 2018 gibts hier zum Herunterladen als pdf. 

Die Kategorien 2018:
Solowertungen:
Blasinstrumente
Zupfinstrumente
Bass (Pop)
Musical
Orgel
Besondere Instrumente

Ensemblewertungen:
Klavier vierhändig
Duo: Klavier und ein Streichinstrument
Duo Kunstlied:Singstimme und Klavier
Schlagzeug-Ensemble
Besondere Ensembles

Häufig gestellte Fragen

Wie wird die Altersgruppe ermittelt?

Ausschlaggebend für die Zuordnung in eine Altersgruppe ist das Geburtsdatum. Bei der Ensemblewertung können die Spielpartner verschiedenen Altersgruppen angehören. Ausschlaggebend für die Zuordnung in eine Altersgruppe ist das Durchschnittsalter, das nach den genauen Geburtsdaten der Teilnehmenden errechnet wird. Begleiterinnen und Begleiter der Solo- und Ensemblewertung sind dabei nicht zu berücksichtigen.
Eine Excel-Tabelle zur Berechnung der Altersgruppe: Download als xls.(Bitte zunächst auf dem eigenen Rechner speichern und von der Festplatte aus öffnen.)
Dieses Modul dient jedoch nur als Hilfsmittel zur Altersgruppenberechnung. Ob die errechnete Altersgruppe für die entsprechende Kategorie zugelassen ist, muss an Hand der Ausschreibungsbedingungen vom Teilnehmenden überprüft werden.


Wer wählt die Jurorinnen und Juroren aus?

Wie sind „langsame und schnelle Sätze“ zu verstehen?

Je nach Kategorie muss das Wettbewerbsprogramm mindestens einen langsamen Satz enthalten.

Mit „langsam“ sind Tempobezeichnungen wie „Adagio“, „Largo“ oder auch „Andante“ gemeint. Jedoch geht es nicht nur um das Tempo eines Satzes, sondern auch um den ruhigen Charakter: Er soll der Spielerin/dem Spieler Gelegenheit geben, seine Tonqualität, seine Fähigkeit zum kantablen Spiel und zum persönlichen Ausdruck unter Beweis zu stellen.

Aber was ist ein „Satz“? Laut Meyers Lexikon: „ein selbständiger, abgeschlossener Teil einer Komposition“. Daraus ergeben sich wichtige Folgen: Erstens muss es eine längere Musikstrecke sein; einige wenige Takte, eine bloße Überleitung, genügen dafür nicht. Und zweitens: Der „Satz“ ist ein vollständiger Formteil, der auch für sich allein stehen könnte. Zwar heißt dies nicht, dass er vom Rest des Werks durch Pausen getrennt sein muss: Es gibt Musikstücke, bei denen ein schneller Satz bruchlos („attacca“) in einen langsamen übergeht – und dennoch ist der langsame Teil so individuell und gehaltvoll, dass an seiner Alleinstellung nicht zu zweifeln ist.

Die Hauptsache ist, dass er sich merklich von dem „Davor“ oder „Danach“ unterscheidet und ein in sich abgerundetes, eigenständiges Gebilde darstellt. Ein in sich geschlossener langsamer Satz muss jedoch nicht zur Gänze im gleichen, langsamen Tempo stehen; er darf auch schnellere Teile enthalten, die als Kontrast zum Grundcharakter des Satzes angesehen werden können. Aber auch in diesem Fall sind nicht nur die langsamen Abschnitte, sondern der gesamte Satz vorzutragen.


Popmusik: Was ist der Unterschied zwischen Komposition, Improvisation und Solo?

Vor dem Hintergrund, dass in der populären Musik Autor und Interpret oft ein und dieselbe Person sein können, bietet die Pop-Kategorie Bass folgende Möglichkeiten, Kreativität und Fantasie einzubringen: In den Altersgruppen IV bis VI muss mindestens einer der Titel ein eigenes Werk (Komposition) oder eine Improvisation sein. Mit „Komposition“ ist ein Titel in einer der populären Musik üblichen Formen (z.B. die 32-taktige Liedform (AABA), oder das 12-taktige Blues-Schema) gemeint, dessen Melodie und Text vom Teilnehmenden stammen. Im Gegensatz zum „Solo“, das in der Regel nur ein kurzes (instrumentales) Zwischenspiel in einem Popsong darstellt, ist mit „Improvisation“ das ausführliche musikalische Fantasieren über ein Thema gemeint, das in einer melodischen, rhythmischen oder harmonischen Grundform vorgegeben ist.


Musical: Grundlegende Informationen und Empfehlungen zur Kategorie

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war das Theaterviertel am Broadway ein Schmelztiegel unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Hautfarben, Konfessionen und sozialer Schichten. Dadurch wurden die ersten Musicals in vielfältiger Weise beeinflusst: Swing und Jazz der Minstrel Shows, französische Revuen und Music-Hall-Konzerte, Theaterformen der britischen Einwanderer, wie das aus artistischen Nummern bestehende Vaudeville und die Burlesque, die Operette aus Paris und Wien und das Flair der Wild-West-Sideshows. Zum klassischen Operngesang gesellten sich neue Techniken.

Der (die) Musicaldarsteller(in) hat sich daher in den letzten 100 Jahren zum Multitalent entwickelt: Von einer einzigen Person werden alle Fähigkeiten eingefordert, über die in den drei klassischen Sparten des Theaters (Sprechtheater, Tanztheater/Ballett und Musiktheater) nur die Spezialisten verfügen müssen: Singen, Sprechen, Schauspielen, Tanzen – und zunehmend auch Akrobatik.

Die Jury in der Kategorie Musical beurteilt, wie überzeugend tänzerische, schauspielerische und sängerische Fähigkeiten eingesetzt werden, um dem Publikum eine eigene, glaubwürdige Geschichte zu erzählen. Hierzu einige Empfehlungen:

Tanz: Im Genre Musical ist grundsätzlich jede Tanzrichtung erlaubt und willkommen, sie muss aber immer zu der erzählten Geschichte passen und sich ihr unterordnen. Klassisches Ballett, Jazz Dance, Modern Dance, Musicaldance, Contemporary Dance, Streetdance etc. und ihre Mischformen eignen sich hier deutlich besser als Paartänze wie Standard-, Latein- oder Discotänze.

Gesang: Der Gesang im Musical soll – wie auch der Tanz – zur jeweiligen Spielsituation passen. Alle Emotionen, die auf der Bühne präsentiert werden sollen, werden also auch über den Gesang vermittelt. Daher sollten Gesangstitel nach dem jeweiligen Entwicklungsstand der Stimme ausgesucht werden. Im Musical finden sich nahezu alle Musikstile, vom klassischen Musical bis hin zu Jazz, Rock, Pop, Schlager und auch Hip Hop, mit jeweils unterschiedlich ausgeprägten Gesangstechniken. Eine intensive Auseinandersetzung mit diesen Techniken, z.B. dem Belting, ist hierbei unumgänglich.

Schauspiel: Nicht nur Gestik und Mimik sind wichtig, sondern auch das Sprechen: Stimmlage, Sprechtempo, der Einsatz von Pausen sowie die Atmung sind Werkzeuge, mit denen Gefühle ausgedrückt werden können. Dabei muss die Textverständlichkeit immer gewährleistet sein.

Räumliche Nutzung der Bühne: Bedeutend ist auch der bewusste Umgang mit dem Bühnenraum. Welche Position nimmt man beim Singen und Sprechen ein? Ist dabei die Ausrichtung zum Publikum immer gewährleistet? Wie oft wird die Position gewechselt und auf welche Art und Weise? Allein durch das Spielen mit Nähe und Entfernung kann sich eine (gesungene, gesprochene, getanzte) Aussage grundlegend verändern.

Sprechtexte: Die Wahl der Sprechtexte steht den Teilnehmenden frei. So ist z.B. auch eine Mischung aus eigenen und fremden Texten möglich.

Dramaturgischer Aufbau der Darbietung: Es steht den Teilnehmenden ebenfalls frei, in welcher Reihenfolge Schauspielszenen, Lieder oder Tänze in einer Szene angeordnet werden.


Duo: Klavier und ein Streichinstrument

"Duo", definiert Gerhard Dietels "Wörterbuch Musik" (Deutscher Taschenbuch Verlag, 2000), als "Musiziergemeinschaft von zwei Instrumentalisten…" (oder im Falle der Duowertung Klavier und Gesang von einem Instrumentalisten und einer Sängerin oder einem Sänger). Dies sollte bei der Literaturauswahl und im Spiel deutlich werden! Die Jury wird nicht in erster Linie die jeweilige Qualität der beiden InstrumentalistInnen bewerten, sondern großes Gewicht auf die gemeinschaftliche Interpretation und den lebendigen Dialog beider PartnerInnen legen. Beste Voraussetzungen für eine künstlerische Leistung dieser Art bieten Werke, die beiden Partnern vergleichbar anspruchsvolle Aufgaben stellen und beiden „Stimmen“ im musikalischen Dialog gleiches Gewicht zumessen.

Beispiele für eine gelungene Auswahl sind in diesem Sinn die Sonaten von Beethoven, Schumann, Brahms oder von Komponisten der Klassischen Moderne wie Bartok, Hindemith, Prokofjew oder Schostakowitsch. Ungeeignet für die Duo-Wertung sind dagegen Stücke, die als virtuose "Show pieces" für das Melodieinstrument angelegt sind – etwa Werke von Fritz Kreisler, David Popper, Benjamin Godard oder ähnliche, die eine gute Wahl für die jeweiligen Solo-Kategorien sind, aber die Voraussetzungen eines Duos nicht erfüllen: Hier ist das Klavier im wesentlichen nur Akkordlieferant bzw. unterstützender Begleitpartner.

In dieser Kategorie sind nur Originalwerke zugelassen. Ausgeschlossen sind daher Konzerte oder Konzertsätze für das Melodieinstrument, bei denen das Klavier den Orchesterpart ersetzt. Falls in der Duo-Kategorie eine Komposition für

Melodieinstrument mit basso continuo, wie z.B. Werke von Bach, Händel oder anderen Komponisten von Barockmusik, vorgetragen werden soll, ist es daher entscheidend, mit wie viel Lebendigkeit und Phantasie der Continuo-Spieler seine "Stimme" gestaltet – im Idealfall durch geschmackvolle Verzierungen oder improvisierte Elemente. Deshalb muss darauf geachtet werden, welche Ausgabe benutzt wird: Diese soll im Sinne der oben aufgelisteten Möglichkeiten sinnvoll ausgewählt werden, um dem Spieler so viel "freie Hand" wie möglich zu gestatten. "Jugend musiziert" hat als Orientierungshilfe eine beispielhafte Vorschlagsliste von Duo-Literatur erarbeitet, die auf unserer Homepage zu finden ist. Die hier aufgeführten Werke haben sich als bestens geeignet erwiesen. Man muss keine Komposition aus dieser Liste spielen: Sie soll lediglich die Richtung zeigen, in die sich eine zum Erfolg führende Literaturauswahl bewegen soll.


Duo Kunstlied

Im Gegensatz zur Solowertung Gesang, wo alles gefragt ist, was für die in der klassischen Technik ausgebildete menschliche Stimme in allen Epochen komponiert wurde, geht es in der Kategorie „Duo Kunstlied“ um zwei gleich wichtige Verbindungen auf Augenhöhe.

Die erste Verbindung ist die von Worten und Musik. Im Lied gehen intensiv aufeinander bezogen Worte – ob mit ihrer Bedeutung, ihrem Reichtum an Assoziationen oder einfach mit ihrem Klang – eine untrennbare Verbindung mit der Musik ein. Meist wurde die Kreativität des Komponisten durch Form oder Inhalt eines Gedichtes oder einer anderen komprimierten literarischen Form inspiriert.

Die zweite Verbindung auf Augenhöhe ist die Verbindung des Vokalpartes mit dem Klavierpart. Beiden sind in der Gattung „Lied“ entscheidende Anteile an der künstlerischen Aussage anvertraut. Die Frage nach dem künstlerischen Gleichgewicht lässt sich nicht anhand von vordergründigen Merkmalen wie Schwierigkeitsgrad, Umfang, Ausdehnung von Vor-, Nach- und Zwischenspielen etc. beantworten. Entscheidend ist: beide müssen an der künstlerischen Aussage wesentlich beteiligt sein.

"Jugend Musiziert" wünscht sich aus diesem Grunde Originalkompositionen für Klavier und Stimme, angefangen mit den Werken der Wiener Klassik, über die Zeit der Romantik, des Impressionismus, der klassischen Moderne, der zweiten Wiener Schule bis hin zu zeitgenössischen Werken. Dabei kann es besonders reizvoll sein, die deutsche Sprache im Wettbewerbsprogramm mit anderen Sprachen zu kontrastieren.

Übrigens: Ein Lied muss nicht immer „Lied“ heißen, auch unter Begriffen wie Canzone, Mélodie, Song, Romance, Chanson finden sich Lieder in diesem Sinne. Zu allen Zeiten wurde die Gattung „Lied“ beeinflusst und hier und da auch einmal „gewürzt“ mit Elementen aus dem Volkslied, aus Oper und Oratorium, aus Jazz, Musical oder Weltmusik. Solche Liedkompositionen sind natürlich auch bei "Jugend musiziert" erlaubt und willkommen, aber eben als Gewürz und nicht als Hauptaussage


Welche Literatur ist für Klavier vierhändig geeignet?

In dieser Kategorie geht es um Originalwerke für Klavier vierhändig oder für zwei Klaviere. Es sind aber auch Bearbeitungen zugelassen, die als Originalwerke zu verstehen sind: So haben viel Komponisten Werke für Orchester zunächst für Klavier vierhändig geschrieben (z.B. Ravels „Ma mère l’oye“) oder danach für diese Besetzung bearbeitet (beispielsweise Strawinskys „Le Sacre du Printemps“). Diese Fassungen sind alle vom Komponisten beglaubigte Originalwerke. Ferner gibt es Kompositionen für andere Besetzung, wie Streichquartett oder Klavierquartett, die vom Komponisten ebenfalls in einer Fassung für zwei Klaviere vorliegen, wie Brahms op. 34 oder Beethovens „Große Fuge“.

Nicht zugelassen sind hier jedoch Konzerte für Klavier (oder zwei Klaviere) und Orchester, die mit einem zweiten (bzw. dritten) Klavier statt Orchesterbegleitung vorgetragen werden.

Es gibt hingegen Werke für zwei Klaviere, die den Titel „Konzert“ tragen, aber ohne Orchester zu spielen sind – so von Strawinsky oder Schostakowitsch: Sie sind selbstverständlich zugelassen, genauso wie Konzerte für zwei Klaviere, die in der Aufführungspraxis oft ohne Orchesterbegleitung dargeboten werden (als Beispiele hierfür können Bachs Konzerte in c-Moll und C-Dur gelten). Bei der Anmeldung muss es deutlich sein, ob es sich um eine Darbietung auf einem oder zwei Instrumenten handelt.


Entspricht mein Programm den Wettbewerbsregeln?

Die Einhaltung der Wettbewerbsregeln liegt in der Verantwortung des Teilnehmenden. Dies wird in der Anmeldung vom Teilnehmenden selbst, von einer erziehungsberechtigten Person sowie von der Lehrkraft per Unterschrift bestätigt („Die Teilnahmebedingungen und die Entscheidungen der Jury werden anerkannt“). Die Regelkonformität unterliegt auf jeder Wettbewerbsebene einer eigenen Prüfung.
Die Tatsache, dass z.B. die Einbeziehung eines bestimmten Werks im Regionalwettbewerb nicht beanstandet wurde, bedeutet nicht zwangsläufig, dass dieses auch auf der nächsthöheren Wettbewerbsebene zugelassen wird. Es besteht die Möglichkeit, vor Anmeldung sein Programm bei der Bundesgeschäftsstelle "Jugend musiziert" überprüfen zu lassen.


Kann ein gesamtes Solokonzert im Programm gespielt werden?

Wenn die Forderung nach mehreren Epochen erfüllt wird und die Vorspielzeit nicht überschritten wird: Ja.


Zu welcher Stilepoche gehört dieses oder jenes Werk?

In vielen Fällen kann die Zuordnung eines Werkes zu einer der sechs Stilepochen nicht allein nach Entstehungsjahr oder allgemeiner Zugehörigkeit der Komponistin oder des Komponisten zu einer Zeitepoche beantwortet werden. Vielmehr ist oft eine Sachentscheidung nach der beim speziellen Werk angewandten Kompositionstechnik erforderlich. So können z.B. viele Werke der Söhne Johann Sebastian Bachs in ihrer auf dem Basso continuo aufbauenden Machart noch der Epoche b („Barock“) zugeordnet werden, andere Werke derselben Komponisten weisen aber viel mehr Eigenarten der „klassischen“ Epoche c auf und müssen als solche angesehen werden.


Welche Werke sind mit der Epochenbezeichnung „f“ gemeint?

Gemeint sind Kompositionen ab 1910, die in mindestens einer musikalischen Eigenschaft (beispielsweise tonal, thematisch, motivisch, metrisch, formal, spiel- oder gesangstechnisch oder in der Notation) von der Tradition deutlich abweichen.


Muss ich auswendig singen oder spielen?

Nein. Auswendigspiel wird nicht gefordert und auch nicht gesondert bewertet, Ausnahmen regeln die jeweiligen Kategorieanforderungen (Musical und Duo Kunstlied). Natürlich kann Auswendigspiel die Freiheit des künstlerischen Vortrages unterstützen. Bitte besprich diese Frage mit der Lehrkraft. Wer sich ohne Noten unsicher fühlt, sollte keinesfalls darauf verzichten.


Wie schwer müssen die Vorspielstücke sein?

Genauso schwer oder leicht, dass sie gut zu bewältigen sind. In der Regel gilt: lieber etwas leichter und hervorragend als zu schwer und mühsam.


Darf ich mein Programm zwischen den Wettbewerben ändern?

Ja, allerdings muss der Veranstalter der kommenden Runde (also der Landesausschuss für den Landeswettbewerb oder die Bundesgeschäftsstelle in München für den Bundeswettbewerb) rechtzeitig schriftlich und vollständig darüber informiert werden. Die Fristen stehen im Ausschreibungstext unter Punkt VI.8.


Wo bekomme ich Notenkataloge?

Um Lehrkräfte und interessierte Jugendliche bei der Suche nach geeigneter Spielliteratur zu unterstützen, stellt die Bundesgeschäftsstelle "Jugend musiziert" Literatur-Empfehlungslisten zur Verfügung (nähere Infos über www.jugend-musiziert.org).

Die Werke in diesen Listen wurden in Zusammenarbeit mit der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen, dem Verband deutscher Musikschulen (VdM) und weiteren Fachverbänden erstellt und sind nach Musikepochen und Schwierigkeitsgraden ausgewiesen.


Darf ich aus kopierten Noten vorspielen?

Aufgrund des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) ist die Verwendung von Kopien geschützter Werke/geschützter Ausgaben verboten.


Welche Instrumente muss ich selbst mitbringen?

Für Flügel, Klaviere oder Orgeln sorgt der Veranstalter. Alle anderen Instrumente (also z.B. Harfe, Cembalo, Kontrabass oder Schlagzeug) müssen mitgebracht werden. Es empfiehlt sich allerdings eine frühzeitige Kontaktaufnahme beim Veranstalter des Wettbewerbes, da an zahlreichen Orten auch ein Cembalo vorhanden ist und benutzt werden darf. Unbedingt die Stimmung vorher klären! Auch Perkussionsinstrumente können manchmal gestellt werden. Lieber einmal mehr nachfragen!


Dürfen Bearbeitungen gespielt werden?

Grundsätzlich wünschen sich die Jurys Originalliteratur. Wenn bei einzelnen Instrumenten oder Besetzungen die geforderte Epochenvielfalt mangels Kompositionen nicht erreicht werden kann, dürfen auch geeignete Bearbeitungen in das Programm aufgenommen werden. Ausnahmen regeln die jeweiligen Kategorieanforderungen.


Darf ich zwischen den Wettbewerbsebenen meine Instrumentalbegleitung wechseln?

Ja. Denn in Kategorien mit Instrumentalbegleitung können sich alle Solistinnen und Solisten bzw. Gesangsensembles ihre Begleitpartner auf jeder Wettbewerbsebene frei wählen. Allerdings ist von "Jugend musiziert" erwünscht, dass die musikalische Partnerschaft – möglichst mit jugendlichem Begleitpartner – für alle Wettbewerbsebenen angelegt ist. Die Fristen für den Wechsel einer Begleitpartnerin oder eines Begleitpartners, siehe Teilnahmebedingungen VI.8.


Darf ich als Instrumentalbegleiter auf der nächsten Wettbewerbsebene teilnehmen, auch wenn ich vorher weniger als 23 Punkte erreicht habe oder gar nicht teilgenommen habe?

Ja. Begleiterinnen und -partner können grundsätzlich auf allen Wettbewerbsebenen teilnehmen und einsteigen. Natürlich müssen Deine Spielpartner weitergeleitete Teilnehmerinnen und Teilnehmer sein.


Ich habe als Instrumentalbegleiter beim Regional- bzw. Landeswettbewerb 23 Punkte oder mehr erreicht. Habe ich damit einen Anspruch auf eine Teilnahme auf der nächsthöheren Ebene?

Nein. Deshalb wurde Dir auf Deiner Urkunde auch keine „Berechtigung zur Teilnahme“ an der nächsthöheren Wettbewerbsebene zuerkannt.


Dürfen andere als die angegebenen Instrumente begleiten?

Nein. Lediglich die in der Ausschreibung genannten Instrumente dürfen gespielt werden.


Wer wählt die Jurorinnen und Juroren aus?

Die Jurys werden von den veranstaltenden Ausschüssen (Regional-, Landesausschuss oder Projektbeirat), zum Teil auf Grund von Vorschlägen aus den Fachverbänden, zusammengestellt.


Wie weit darf mich meine Lehrkraft während des Wertungsspiels unterstützen?

Bei "Jugend musiziert" handelt es sich um einen Interpretationswettbewerb, der jungen Musikerinnen und Musikern dazu dient, eine künstlerische Standortbestimmung im Vergleich mit anderen zu ermöglichen. Sie sollen Gelegenheit erhalten, sich künstlerisch selbst darzustellen und eigenverantwortlich zu bewähren. Daher stellt jedwede Unterstützung während des Vorspiels eine Einflussnahme auf die Interpretation dar. So ist in der Regel eine Mitwirkung der Lehrerinnen und Lehrer als Instrumentalbegleiter ausgeschlossen (Ausnahmen siehe Kategorien) und auch jede Art von Einflussname der Lehrkraft während des Vorspiels unerwünscht.


Besondere Lernleistungen

Die Teilnahme an "Jugend musiziert" kann als besondere Lernleistung im Abitur gewertet werden. Die Handhabung in den jeweiligen Bundesländern ist unterschiedlich. Es empfiehlt sich, sich an die Schulen, Landesausschüsse und ggf. an die Kultusministerien der jeweiligen Länder zu wenden.